1. Bäume, Sträucher und Stauden pflanzen
Der September ist ein hervorragender Pflanzmonat. Im noch warmen Boden können neue Wurzeln schnell wachsen. Gleichzeitig reduzieren die niedrigeren Temperaturen und häufigeren Niederschläge das Risiko, dass die Pflanzen austrocknen.
Jetzt können Sie unter anderem Folgendes pflanzen:
Gießen Sie jede neue Pflanzung gründlich. Kontrollieren Sie auch bei regelmäßigem Regen, ob der Boden rund um den Wurzelbereich ausreichend feucht bleibt.
2. Frühlingsblühende Blumenzwiebeln pflanzen
Wer sich im Frühling über einen farbenfrohen Garten freuen möchte, sollte bereits im Herbst mit der Pflanzung beginnen. Ab September können viele frühlingsblühende Blumenzwiebeln gesetzt werden.
Dazu gehören beispielsweise:
- Tulpen
- Narzissen
- Krokusse
- Hyazinthen
- Zierlauch
- Traubenhyazinthen
- Schneeglöckchen
Wählen Sie einen Standort mit gut durchlässigem Boden. Als Faustregel gilt: Pflanzen Sie eine Blumenzwiebel etwa zwei- bis dreimal so tief, wie sie hoch ist. Für einen natürlichen Effekt können Sie die Zwiebeln in Gruppen oder locker verteilt setzen.
3. Den Rasen pflegen und ausbessern
Nach einem heißen und trockenen Sommer kann der Rasen gelbe, braune oder kahle Stellen aufweisen. Der September eignet sich hervorragend für Reparaturen, da der warme Boden eine schnelle Keimung der Rasensamen fördert.
Jetzt können Sie:
- Den Rasen vertikutieren
- Kahle Stellen nachsäen
- Einen neuen Rasen anlegen
- Unkraut und Moos entfernen
- Einen geeigneten Herbstdünger ausbringen
- Die Rasenkanten sauber abstechen
Mähen Sie den Rasen weiterhin regelmäßig, stellen Sie die Schnitthöhe jedoch etwas höher als im Sommer ein. Etwas längeres Gras ist widerstandsfähiger gegen sinkende Temperaturen.
4. Verblühte Pflanzen zurückschneiden
Entfernen Sie verwelkte Blüten von Rosen, Dahlien und anderen Sommerblühern. Dadurch wirkt der Garten gepflegt und einige Pflanzen können noch einmal neue Blüten bilden.
Hecken aus Liguster, Eibe oder Buche dürfen im September noch leicht in Form geschnitten werden. Vermeiden Sie jedoch einen starken Rückschnitt, damit junge Triebe vor dem Winter ausreichend ausreifen können.
Einige trockene Blütenstände und Samenstände dürfen stehen bleiben. Sie verleihen dem winterlichen Garten Struktur und bieten Vögeln sowie nützlichen Insekten Nahrung und Schutz.
5. Stauden teilen und umpflanzen
Stauden, die zu groß geworden sind oder weniger üppig blühen, können im September geteilt werden. Graben Sie die Pflanze vorsichtig aus, teilen Sie den Wurzelballen in mehrere Stücke und pflanzen Sie die kräftigsten Teile wieder ein.
Dafür eignen sich unter anderem:
- Funkien
- Storchschnabel
- Flammenblumen
- Sonnenhüte
- Rudbeckien
- Ziergräser
Gießen Sie die Pflanzen nach dem Einsetzen gründlich. So haben sie ausreichend Zeit, vor dem Winter neue Wurzeln zu bilden.
6. Kübelpflanzen richtig versorgen
Auch im September können Kübelpflanzen schnell austrocknen, besonders an sonnigen oder windigen Tagen. Kontrollieren Sie deshalb regelmäßig die Erde und gießen Sie bei Bedarf.
Entfernen Sie verwelkte Blüten und beschädigte Blätter. Blühende Kübelpflanzen können eventuell noch ein letztes Mal mit einem geeigneten Dünger versorgt werden. Achten Sie außerdem darauf, dass überschüssiges Regenwasser gut abfließen kann. Staunässe kann zu Wurzelfäule führen.
Frostempfindliche Pflanzen müssen normalerweise noch nicht ins Winterquartier gebracht werden. Sie können den geeigneten Überwinterungsplatz jedoch bereits vorbereiten.
7. Gemüse, Obst und Kräuter ernten
Der September ist ein echter Erntemonat. Viele Obst- und Gemüsesorten sind jetzt reif.
Geerntet werden können unter anderem:
- Äpfel und Birnen
- Pflaumen und Weintrauben
- Tomaten und Paprika
- Zucchini und Kürbisse
- Bohnen
- Kartoffeln
- Kräuter
Sammeln Sie heruntergefallenes Obst regelmäßig auf. Dadurch verringern Sie das Risiko von Pilzkrankheiten, Schädlingen und Fäulnis. Gesunde Pflanzenreste dürfen auf den Kompost, erkrankte Pflanzenteile sollten jedoch separat entsorgt werden.
8. Herbst- und Wintergemüse aussäen
Auch im September können noch verschiedene Gemüsesorten ausgesät oder gepflanzt werden. Wählen Sie schnell wachsende oder kälteverträgliche Sorten.
Geeignet sind beispielsweise:
- Feldsalat
- Winterspinat
- Rucola
- Radieschen
- Wintersalat
- Winterportulak
- Knoblauch
Schützen Sie junge Pflanzen bei Bedarf vor Schnecken und den ersten kalten Nächten.
9. Laub sammeln und kompostieren
Im September fallen die ersten Blätter von den Bäumen. Gesundes Laub ist ein wertvolles Material für den Garten. Sie können es kompostieren oder als schützende Mulchschicht zwischen den Pflanzen verteilen.
Eine dünne Laubschicht hilft dabei:
- Die Bodenfeuchtigkeit zu bewahren
- Das Wachstum von Unkraut zu reduzieren
- Das Bodenleben zu fördern
- Pflanzenwurzeln vor Kälte zu schützen
Lassen Sie einige ruhige Gartenecken mit Laub und kleinen Ästen bestehen. Igel, Insekten und andere Gartentiere nutzen diese Bereiche als Unterschlupf.
10. Den Garten auf den Herbst vorbereiten
Der September ist der richtige Zeitpunkt, um sich auf die kälteren Monate vorzubereiten. Kontrollieren Sie Pflanzenstützen und Rankhilfen, reinigen Sie Dachrinnen und Wasserabläufe und entfernen Sie beschädigte Pflanzgefäße oder Gartenmaterialien.
Reinigen Sie außerdem Ihre Gartengeräte und schärfen Sie die Gartenschere, bevor die umfangreicheren Herbstarbeiten beginnen.
Den Garten im September genießen
Im September ist der Garten noch lange nicht im Winterschlaf. Herbstblühende Stauden, Ziergräser und Sträucher sorgen weiterhin für Farbe, Struktur und Bewegung. Wenn Sie jetzt pflanzen, pflegen und einige Vorbereitungen treffen, schaffen Sie die besten Voraussetzungen für einen gesunden Garten und einen kräftigen Start im kommenden Frühjahr.
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