Nach Ihrer Bestellung
Alle Pflanzen werden von verschiedenen Gärtnereien zusammengestellt und von uns sorgfältig geprüft – auf Qualität und Unkrautfreiheit. Sie erhalten ausschließlich kräftige Pflanzen mit gut entwickeltem Wurzelsystem. Bei richtiger Pflanzung wachsen diese zuverlässig an.
1. Vorbereitung – Die Basis für gesunde Pflanzen
Mindestmaße für Beete oder Pflanzkübel
Damit sich Pflanzen gut entwickeln können, empfehlen wir mindestens 40 × 40 × 40 cm Platz pro Pflanze – besonders für Sträucher. Ein etwas tieferes Beet bietet zusätzlichen Raum und wirkt optisch spannender.
Den Boden lockern
Wenn Sie in einem bestehenden Garten pflanzen, ist der Boden oft verdichtet. Lockern Sie ihn daher gründlich auf – etwa 30 bis 50 cm tief mit Spaten oder Motorhacke. Besonders in Tonböden oder Neubaugebieten ist dies wichtig, damit die Wurzeln genug Sauerstoff bekommen.
Boden ebnen
Nach dem Umgraben sollten Sie den Boden mit Spaten und Harke ebnen. Das verhindert spätere Senkungen und sorgt für gleichmäßiges Versickern von Wasser.
Pflanzen verteilen
Stellen Sie alle Pflanzen zunächst im Topf an ihren Platz – aber noch nicht einpflanzen! Beginnen Sie mit den größeren Gehölzen oder Solitärpflanzen. Folgen Sie Sichtachsen oder verwenden Sie unseren mitgelieferten Pflanzplan (z. B. bei unseren Borderpaketen). Weitere Tipps zur Pflanzkombination finden Sie in unserem Blog über häufige Fehler bei der Beetgestaltung.
2. Pflanze aus dem Topf nehmen
Drehen Sie die Pflanze vorsichtig um und drücken Sie den Topf leicht zusammen. Wenn Wurzeln unten herausragen, lösen Sie diese sanft. Tauchen Sie den Wurzelballen vor dem Einpflanzen in einen Eimer mit Wasser.
3. Einpflanzen im Garten
Graben Sie ein Loch, das doppelt so breit wie der Wurzelballen ist. Mischen Sie die ausgehobene Erde mit Pflanzerde (z. B. von DCM). Verwenden Sie spezielle Pflanzerde für kalkempfindliche Pflanzen wie Hortensien, Rhododendren oder Heide – je nach Art geben wir die passende Erde an.
Lockern Sie den Boden am Grund des Pflanzlochs mit einem Spaten auf, geben Sie etwas Wasser und eine kleine Menge organischen Düngers dazu. Setzen Sie die Pflanze so ein, dass der Wurzelballen mit der Bodenhöhe abschließt. Füllen Sie das Loch mit dem Erdgemisch und drücken Sie die Erde gut an – gerne mit dem Fuß neben dem Stamm.
4. Standort & Pflanzabstand
Für ein harmonisches Gesamtbild setzen Sie hohe Pflanzen nach hinten und niedrige nach vorne. So behalten Sie auch aus der Ferne den Überblick. Lassen Sie bei Stauden etwa 25–30 cm Abstand.
Für einen natürlichen Look können Sie Arten mit ähnlicher Wuchshöhe locker mischen. Wer es geordnet mag, pflanzt sortenrein. Leicht wachsende Pflanzen wie Eisenkraut (Verbena) oder Wiesenknopf (Sanguisorba) dürfen ruhig weiter nach vorne.
Tipp: Unsere fertigen Borderpakete enthalten einen Pflanzplan – Sie müssen sich also keine Gedanken zur Anordnung machen.
5. Pflege direkt nach dem Pflanzen
In den ersten Wochen sind die Wurzeln noch nicht tief genug, um selbstständig Wasser aufzunehmen. Gießen Sie daher täglich großzügig – je nach Pflanze etwa 1 bis 4 Wochen lang.
Pflanzen Sie am besten morgens oder abends, damit das Wasser nicht zu schnell verdunstet. Übrigens: Ein Sonnenbrand durch Gießen bei direkter Sonne ist ein Mythos (Eötvös University, 2011).
Im Sommer
Gerade bei Hochbeeten oder Pflanzkübeln trocknet der Boden schnell aus. Mulchen Sie mit Rindenmulch oder Holzschnitzeln. In Kübeln empfehlen wir Blähton als Drainage sowie hochwertige Blumenerde.
Im Winter
Achten Sie darauf, dass die Pflanzen im Herbst und Winter nicht zu nass stehen – sonst droht Wurzelfäule. Sorgen Sie für Drainage, z. B. mit gelockertem Boden oder kleinen Gräben zur Ableitung. Empfindliche Arten pflanzen Sie besser in ein Hochbeet.
6. Pflanzzeit
Viele Pflanzen werden im Topf geliefert und können das ganze Jahr über gepflanzt werden – außer bei Frost oder Schnee.
7. Umpflanzen – Wann ist es möglich?
Manchmal möchten Sie eine Pflanze nach einem Jahr an einen anderen Standort setzen – das nennt man Umpflanzen. Am besten gelingt das zwischen Herbst und Spätwinter, wenn die Pflanze in der Ruhephase ist. Schneiden Sie Sträucher dabei um etwa ein Drittel zurück, damit sie ihre Energie in die Wurzeln stecken.
Tiefwurzelnde Arten wie Kletterpflanzen oder ältere Hecken lassen sich nur schwer umpflanzen. Nach einigen Jahren ist ein Standortwechsel kaum noch möglich.
8. Werkzeuge und Materialien
Zum Umgraben:
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Spaten, Schaufel, Motorhacke, Erdlochbohrer
Zum Nivellieren:
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Schaufel, Harke
Zum Einpflanzen:
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Handschuhe, Pflanzkelle oder Schaufel, Gießkanne oder Eimer, Pflanzerde, organischer Dünger
Für Drainage:
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Grabegabel, Kies für Drainagelöcher, Spaten zum Graben kleiner Rinnen
Für Hochbeete:
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Beeteinfassungen, z. B. aus Holz, Stein oder Metall
9. Viel Freude mit Ihren neuen Gartenpflanzen!
Wenn Sie alle Schritte befolgt haben, steht dem Gartenglück nichts mehr im Wege. Gießen Sie Ihre Pflanzen regelmäßig, besonders im ersten Jahr, und geben Sie ihnen bei Bedarf Dünger – wie bei einem Haustier: mit Liebe gedeiht alles