Wer träumt nicht von einem Garten, der viele Monate lang blüht? Mit der richtigen Kombination aus Stauden und blühenden Sträuchern können Sie sich von den ersten Frühlingstagen bis weit in den Herbst hinein über einen farbenfrohen Garten freuen.
Das Geheimnis? Kombinieren Sie Pflanzen mit unterschiedlichen Blütezeiten und setzen Sie auf einige besonders lang blühende Stauden. So übernehmen neue Blüten die Hauptrolle, sobald andere Pflanzen langsam verblühen.
Lang blühende Stauden: die Basis für monatelange Farbe
Einige Stauden sind echte Dauerblüher. Sie beginnen im späten Frühjahr oder Frühsommer zu blühen und können bei guter Pflege bis in den Herbst hinein immer wieder neue Blüten bilden.
Der Geranium ‘Rozanne’ (Storchschnabel) ist dafür ein hervorragendes Beispiel. Seine violettblauen Blüten mit hellem Zentrum erscheinen ab dem späten Frühjahr und bleiben oft bis zum ersten Frost erhalten. Diese robuste Staude gedeiht sowohl in der Sonne als auch im Halbschatten und benötigt nur wenig Pflege.
Auch Nepeta (Katzenminze) ist eine ausgezeichnete Wahl. Ihre zahlreichen lavendelblauen Blüten bringen ab dem späten Frühjahr Farbe in den Garten und locken gleichzeitig Bienen und Schmetterlinge an. Ein Rückschnitt nach der ersten Blüte fördert häufig eine zweite Blüte.
Für sonnige Standorte eignen sich außerdem Coreopsis (Mädchenauge), Echinacea (Sonnenhut), Gaillardia (Kokardenblume) und Salvia nemorosa (Steppen-Salbei). Sie lieben Sonne und gut durchlässige Böden. Durch das regelmäßige Entfernen verblühter Blüten lässt sich die Blütezeit vieler Sorten zusätzlich verlängern.
Auch öfter blühende Hemerocallis (Taglilien) wie ‘Stella de Oro’ sind ideal für einen Garten, der möglichst lange Farbe bieten soll. Sie bilden während der Saison mehrere Blütenwellen.
März und April: die ersten Frühlingsfarben
Im zeitigen Frühjahr erwacht der Garten langsam wieder zum Leben. Helleborus (Christ- oder Lenzrose) gehört zu den frühesten Blühern und kann bereits gegen Ende des Winters erste Blüten zeigen. Die Pflanze fühlt sich im Halbschatten oder Schatten besonders wohl.
Pulmonaria (Lungenkraut) sorgt zur gleichen Zeit für blaue, rosafarbene oder violette Akzente. Auch nach der Blüte bleibt das häufig silbrig gefleckte Laub dekorativ.
Unter den Sträuchern ist die Forsythie ein echter Frühlingsklassiker. Ihre leuchtend gelben Blüten erscheinen noch vor den Blättern und kündigen unübersehbar den Frühling an.
April und Mai: immer mehr Blüten
Mit steigenden Temperaturen kommen immer mehr Pflanzen zur Blüte.
Die Iris germanica (Bart-Iris) bringt mit ihren hohen Blütenstielen Struktur in das Beet und ist in einer beeindruckenden Vielfalt an Farben erhältlich.
Für schattigere Standorte eignet sich Dicentra (Tränendes Herz). Die charakteristischen herzförmigen Blüten hängen elegant an gebogenen Stielen und sorgen für einen romantischen Akzent.
Auch Rhododendren haben jetzt ihren großen Auftritt. Ihre üppigen Blütenstände sorgen mehrere Wochen lang für Farbe, während das immergrüne Laub den Garten auch außerhalb der Blütezeit strukturiert.
Mai und Juni: üppige Blütenpracht
Am Ende des Frühlings kommen einige echte Gartenklassiker zur Geltung.
Pfingstrosen sind wegen ihrer großen Blüten und ihres angenehmen Duftes besonders beliebt. Sie sind langlebige Stauden, die über viele Jahre am gleichen Standort wachsen und jedes Jahr aufs Neue blühen können.
Die Aquilegia (Akelei) bringt mit ihren eleganten Blüten Leichtigkeit ins Beet. Sie passt hervorragend in naturnahe Gärten, aber auch in romantisch gestaltete Staudenbeete.
Auch Azaleen blühen in dieser Zeit besonders üppig und eignen sich hervorragend für halbschattige Bereiche.
Juni und Juli: der Sommer übernimmt
Wenn der Frühling langsam in den Sommer übergeht, übernehmen kräftige Sommerblüher die Hauptrolle.
Salvia nemorosa bildet auffällige, aufrechte Blütenähren, die dem Beet Struktur verleihen und zahlreiche Bienen und andere Bestäuber anlocken.
Auch winterharte Storchschnabel-Arten sind im Sommer besonders wertvoll. Ihr kompakter Wuchs und die reiche Blüte machen sie vielseitig einsetzbar – beispielsweise als Bodendecker, am Beetrand oder zwischen höheren Stauden.
Für zusätzliches Volumen sorgt die Hydrangea macrophylla (Bauernhortensie). Ihre großen Blütenstände werden im Sommer zu echten Blickfängen.
Juli und August: Farbe auch an heißen Sommertagen
Bei hohen Temperaturen sind robuste und wärmeliebende Pflanzen gefragt.
Echinacea (Sonnenhut) liebt sonnige Standorte und lockt mit ihren auffälligen Blüten zahlreiche Bestäuber an. Je nach Sorte gibt es sie unter anderem in Violett, Rosa, Weiß oder Orange.
Auch Hemerocallis (Taglilie) ist ausgesprochen robust. Besonders öfter blühende Sorten können während des Sommers mehrere Blütenwellen hervorbringen.
Für zusätzliche Höhe im Beet eignet sich Buddleja (Sommerflieder). Seine langen, duftenden Blütenrispen sind nicht nur dekorativ, sondern auch bei Schmetterlingen besonders beliebt.
August bis Oktober: die Gartensaison verlängern
Das Ende des Sommers bedeutet keineswegs das Ende der Blütenpracht.
Sedum (Fetthenne) zeigt gerade im Spätsommer seine ganze Schönheit. Die kräftigen Blütenstände bleiben lange attraktiv und sind gleichzeitig eine wertvolle Nahrungsquelle für Insekten.
Auch Astern gehören zu den Klassikern des Herbstgartens. Wenn viele Sommerblumen langsam verblühen, sorgen sie für neue Farbakzente.
Für zusätzliche Höhe und einen exotischen Akzent eignet sich Hibiscus syriacus (Garteneibisch). Dieser Strauch bildet im Spätsommer und Frühherbst große, auffällige Blüten.
So bleibt Ihr Garten monatelang in Blüte
Das Geheimnis eines Gartens, der über viele Monate hinweg Farbe bietet, liegt vor allem in der Kombination verschiedener Blütezeiten.
Kombinieren Sie beispielsweise frühe Blüher wie Helleborus mit Iris und Pfingstrosen. Anschließend übernehmen Geranium ‘Rozanne’, Salvia, Nepeta, Echinacea und Hemerocallis die Sommermonate. Sedum und Astern sorgen schließlich dafür, dass die Blütenpracht bis in den Herbst hinein anhält.
Variieren Sie außerdem Pflanzenhöhen, Blattformen und Blütenformen. So bleibt das Beet auch während der Übergangsphasen zwischen verschiedenen Blütezeiten attraktiv.
Mit einer durchdachten Auswahl an Stauden und blühenden Sträuchern entsteht ein Garten, der sich im Laufe der Jahreszeiten immer wieder verändert und dennoch kontinuierlich Farbe bietet. Von den ersten Frühlingsblüten bis zu den letzten Astern im Herbst gibt es immer wieder etwas Neues zu entdecken.